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Die Idee des Kay-Uwe Rohn, Wörter, die aus unserem aktiven Wortschatz herausgefallen ist, zu sammeln, im Internet auszustellen und zu erklären, animiert einen jeden Sprachbegeisterten zum Mitmachen, selber Sammeln, ja sogar dazu, selbst Wortmuseumspoesie aus diesen unverwüstlichen Sprachwertstoffen zu f: fertigen: die Autorin der Financial Times Deutschland zum Beispiel, die über die Ausstellung des Braunschweiger Wortsammlers berichtete, begann ihre muntere Lobeshymne ganz kongenial mit einer "maliziösen Muhme", die den "somnambulen Backfisch beim kladestinen Karressieren mit dem Gesinde in der Remise ertappt..."
karessieren - 1 liebkosen 2 eine (geheime) Liebschaft haben
am ausgefallensten find' ich als anglophon (bzw. frankophon) so eine redensart wie, z.B., "klandestines karressieren" ganz üblich und gewöhnlich, denn das klingt wie im englischen ...
Ich will hier ja nicht groß salbadern, aber man muss "contemporary sein, das Future-Denken haben, um ein Gespür zu bekommen für das effortless, das magic meines Stils". (Jil Sander)
Es ist schon irgendwie schade, daß unsere schöne Sprache mit derart vielen Anglizismen durchsetzt ist und eigentlich keiner weiß, was gemeint ist.
Macht das Sinn? Nicht wirklich, oder? Meinst du Fremdwörter oder Anglizismen?
Einmal mehr Bastian Sick:
Ein Anglizismus ist laut Lexikon die „Übertragung einer für das (britische) Englisch charakteristischen Erscheinung auf eine nicht englische Sprache“. Da heute fast alle Anglizismen, die in unsere Sprachkultur gelangen, aus dem amerikanischen Englisch stammen, bezeichnet man sie auch als Amerikanismen. Nicht zu verwechseln mit Amerikanistik, der Wissenschaft, die sich mit Geschichte, Sprache und Kultur der Vereinigten Staaten befasst.
Amerikanismen sind tückisch, denn man erkennt sie meistens nicht auf den ersten Blick. Heimlich unterwandern sie unsere Sprache und verändern unsere Syntax, ohne dass wir es merken, machen aus „sich an etwas erinnern“ kurzerhand „etwas erinnern“, lassen Dinge „in 2005“ passieren (statt 2005 oder „im Jahre 2005“) und verwässern unsere Sprache mit fragwürdigen Phrasen wie „das macht Sinn“ (statt „das ist sinnvoll“), „nicht wirklich“ (statt „eigentlich nicht“) und „einmal mehr“ (statt „wieder einmal“).
Macht das Sinn? Nicht wirklich, oder? Meinst du Fremdwörter oder Anglizismen?
Ich meine hier Anglizismen im wahrsten Sinne des Wortes.
Hingegen habe ich sehr viel für Latein übrig, obwohl es mir in meiner Schulzeit nicht vergönnt war, diese Sprache zu lernen.